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Belén Alvarez Gutierrez aus Kamp-Lintfort, 57 Jahre                                                                                    

Ich bin seit zwei Jahren als Abfallpatin ehrenamtlich tätig und engagiere mich auch gemeinsam mit Mitgliedern des Fördervereins Laga 2020 Kamp-Lintfort für die Insektenweide.

Darum engagiere ich mich:
Die Natur ist Medizin für mich. Ich habe einen Schicksalsschlag mit Hilfe der Natur überwunden. Außerdem möchte ich gerne ein Bewusstsein bei den Menschen wecken, dass sich jeder für die Natur einsetzen kann.

Wie bin ich zum Ehrenamt gekommen:
Ich habe von der Möglichkeit sich als Abfallpatin zu engagieren in der Zeitung gelesen.

Mein Engagement umfasst:
Ich bin als Erzieherin in der Städtischen Kindertageseinrichtung Löwenzahn tätig und wohne auch dort in der Nähe. Als Abfallpatin bin ich meistens sonntags ab 8.00 Uhr rund um die Kita Löwenzahn (Landwehrweg, Pannenschopenweg) und von der Ferdinantenstraße bis zur Eyllerstraße unterwegs. Frau Rothgerber vom städtischen Tiefbau- und Grünflächenamt ist meine Ansprechpartnerin. Sie hat mich mit Müllzange, Handschuhen, Ausweis und Müllsäcken ausgerüstet. Regelmäßig sorge ich für Sauberkeit in dem von mir gewählten Bereich. Ich sammle den Müll und die Zigarettenkippen von den Gehwegen, Radwegen und Grünflächen. Jeden Samstagmorgen pflege ich gemeinsam mit Mitgliedern des Fördervereins Laga 2020 die Insektenweide am Pappelsee.

Mein schönstes Erlebnis im Ehrenamt:
Es ist schön zu sehen, dass die Menschen an der Insektenweide stehen bleiben und die Naturwiese genießen und das Engagement der Ehrenamtlichen wertschätzen.

Seitdem ich vor zwei Jahren mit dem Müllsammeln begonnen habe, hat sich das Müllaufkommen deutlich verbessert. Ein beliebter Treffpunkt von Jugendlichen in meinem Sammelgebiet ist eine Grünfläche mit drei Bänken. Dort habe ich einmal Jugendlichen meine ehrenamtliche Tätigkeit als Abfallpatin erklärt. Ich habe geschildert, dass ich das hohe Müllaufkommen an den Bänken sehr schade finde, da doch einige Meter weiter ein Mülleimer stehen würde. Seit diesem freundlichen Gespräch mit den Jugendlichen ist auch das Müllaufkommen an den Bänken weniger geworden.  Regelmäßig werde ich auch von Menschen auf das Müllsammeln angesprochen. So hat mir Jennifer Schütte erzählt, dass sie für ihre Tochter Emma-Liz eine Müllgreifzange gekauft hat, weil Mutter und Tochter beide die Idee toll finden, die Wege vom Müll zu befreien. Einige Tage später habe ich dann Jennifer Schütte und Emma-Liz gemeinsam mit ihrem Hund Ako beim Müllsammeln getroffen. Das hat mich sehr gefreut. Meine Schwägerin in Spanien berichtete, dass sie für meinen Neffen auch eine Müllzange kaufen musste und er jetzt auch in seinem Wohnumfeld Müll sammelt.

 

 


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