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aus Moers, 64 Jahre

Ich bin seit Herbst 2024 ehrenamtlich tätig in der Flüchtlingsunterkunft an der Friedrichstraße 102. Außerdem engagiere ich mich noch als ehrenamtlicher Lesepate an der Ebertschule.

Darum engagiere ich mich:
Ich bin pensionierter Polizeibeamter. Am Ende meiner beruflichen Laufbahn war ich als Bezirksbeamter in der Altsiedlung von Kamp-Lintfort tätig. Ich habe Freude an der Tätigkeit mit Kindern.

Wie bin ich zum Ehrenamt gekommen:
Als zuständiger Bezirksbeamter habe ich oft die Schulwegbegehungen und die Fahrradprüfungen an der Ebertschule vorgenommen. Durch die Vermittlung des Vereins LesART e.V. bin ich als Lesepate an die Ebertschule tätig geworden. Im Moment kenne ich noch ca. 50 % der Kinder dort und werde immer freudig begrüßt. In der Presse habe ich darüber hinaus von dem „Tandemprojekt“ und der Möglichkeit der Unterstützung von zugewanderten Menschen gelesen.

Mein Engagement umfasst:
An zwei Tagen in der Woche übe ich ca. 1,5 Stunden mit Kindern der Ebertschule lesen. Anschließend fahre ich zur Flüchtlingsunterkunft an der Friedrichstraße. Die Unterkunft wird von der Stadt Kamp-Lintfort, Fachbereich Integration, Asyl und Obdach, unterhalten. Frau Meike Kaukars von der Stadt Kamp-Lintfort ist für mich die Ansprechpartnerin. Darüber hinaus stehen für Fragen noch drei Sozialarbeiter*innen zur Verfügung. In dem Freizeitraum der Unterkunft treffe ich mich mit zwei jungen Männern aus der Ukraine und aus Syrien. Anhand von Bildmaterial und mit Büchern tauschen wir uns über verschiedenen Themen aus. Die jungen Männer sind dankbar, dass sie so die deutsche Sprache üben können. Oft arbeiten wir auch ihr Schulprogramm nach und gehen nochmals die Schultexte durch.

Mein schönstes Erlebnis im Ehrenamt:
An der Ebertschule kennen mich viele Schülerinnen und Schüler noch aus meiner aktiven Zeit als Bezirksbeamter. „Du hast doch die Fahrradprüfung gemacht“, werde ich oft begrüßt. Ich genieße es sehr, in meinem früheren beruflichen Umfeld tätig sein zu können. Der Umgang mit den Kindern macht mir viel Freude.
Das Sprechen und Lesen mit den zugewanderten Menschen berührt mich, da ich sehe, wie schwierig es oft für sie ist, die deutsche Sprache zu lernen. Ich habe großen Respekt vor ihrer Lebensleistung und den oft berührenden Schicksalen. Durch die Erzählungen und das Kennenlernen ihrer Biographien habe ich neue Eindrücke und eine andere Perspektive zu dem Thema Zuwanderung bekommen.

 

 


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